Glas - ein unglaubliches Material

Anspruchsvoll. Unnachgiebig. Glänzend. Verführerisch.

Auf der Suche und auf Reisen - das Glas hat mich gefunden


"Glas ein Zustand von positiver Spannung, flexibel und smart. Seine Moleküle bleiben in Bewegung, bilden neue Formen, folgen dem Flug der Gedanken."  (Adriano Berengo)

Den Grundstock meines Glasateliers habe ich 2008 von einer Glaskünstlerin aus Worpswede übernommen. Zu dieser Zeit lebte ich auf Rügen und richtete mir dort mein erstes Atelier ein. Es begann eine intensive Auseinandersetzung mit dem Material Glas – obwohl ich zuvor keine Berührungspunkte mit Glas als künstlerischem Medium hatte.


Durch den Besuch zahlreicher Kurse bei renommierten Glaskünstlern konnte ich mir technisches Wissen aneignen und zugleich meine eigenen Ausdrucksformen entwickeln. In den Jahren bis 2024 habe ich mich mit unterschiedlichen Glas-Techniken auseinandergesetzt, viel experimentiert und eine große Vielfalt an Arbeiten geschaffen – von Glasobjekten über Schmuck bis hin zu verschiedenen Formen der Glasgestaltung.


Besonders die Technik des Pâte de Verre begleitet meine Arbeit seit mehreren Jahren. Sie ermöglicht mir eine sehr sensible und unmittelbare Arbeit mit Glas, bei der Strukturen, Oberflächen und Licht eine zentrale Rolle spielen.

Seit 2025 verbinde ich Fotografien mit dieser Technik und entwickle daraus eigenständige Glasbilder. Fotografische Motive werden im Glas transformiert und erhalten durch Schichtungen, Materialreaktionen und Licht eine neue Dimension.


„Try and Error“ ist von meinen Anfängen bis heute eine wichtige Methode geblieben, um Ideen mit dem Material Glas umzusetzen. Die Auseinandersetzung mit Natur, Vergänglichkeit und dem Kreislauf der Dinge beschäftigt mich dabei ebenso wie die Freude am Experimentieren.

Auf zahlreichen Reisen, insbesondere nach Asien, rücken Schönheit und Gefährdung der Welt, kulturelle Unterschiede, aber auch Einsamkeit und Fremdheit in den Fokus meiner Arbeiten.



Glas verzeiht keine Fehler – es ist eigensinnig und nur begrenzt kontrollierbar. Gerade deshalb bleibt es immer wieder spannend, nach einem Brand den Ofen zu öffnen und die Transformation des Materials zu entdecken – Überraschungen inklusive.